Theater 2.0

Ich liebe Theater in all seinen Formen und habe das Glück im Theaterbereich freischaffend tätig sein zu können. Bei Interesse mich als Autor, Produzenten, Regisseur, Regieassistenten, Festivalleiter, Berater oder ähnliches zu gewinnen, bin ich per E-Mail zu kontaktieren.

Inszenierung von Theater 2.0

Ich leite die freie Theatergruppe Antigone 2.0, die sich an „Theater 2.0“ versucht. Ziel dieser Theaterform ist es, einen elementar strukturierende Bestandteil des gegenwärtigen Lebens, das so genannte Web 2.0, im Theater einsetzbar zu machen. Facebook, YouTube, Twitter – egal welches Web 2.0 Angebot man nennt, sie alle zeichnen sich durch „User Generated Content“ aus. Der Anbieter stellt eine Plattform, die vom User mit Inhalten gefüllt werden soll. In unseren bisherigen „Theater 2.0″-Experimenten (Antigone 2.0, Ödipedia, Ajax//Don Quichotte) erforscht unsere Gruppe, wie diese Theaterform aussehen könnte.

Bei Antigone 2.0 haben wir mit dem Teilaspekt der permanenten Kommentierbarkeit von Ereignissen im Web 2.0 (z. B. Blogs, Twitter) gearbeitet – dazu standen dem Publikum 15 Notebooks zur Verfügung, mit denen über das Bühnengeschehen gechattet werden konnte. Antigone 2.0 wurde 2008 zum LinuxTag, der größten Fachmesse zum Thema Linux in Europa, eingeladen. Das beweist, dass unsere Arbeit auch aus der IT-Welt positiv wahrgenommen wird. Bei Ödipedia bestand der Text, sowie ein Teil der Regieideen aus User Generated Content, allerdings war dies während der Aufführung dem Publikum oft nicht bewusst. Hier konnte der User, also der Zuschauer, nur bei der Präproduktion aktiv mitwirken, was auch häufig Anlass für Kritik an unserem Konzept war. Bei Ajax//Don Quichotte wurde die Inszenierung zur Betaversion. Jede Aufführung baute auf der vorhergehenden auf, andere Stücke wurden eingeprobt, als gespielt wurden und die Kostüme haben wir uns vom Publikum ausgeliehen.

Momentan bin ich auf der Suche nach guten Ideen eines „ganzheitlichen“ Konzepts für ein Theater 2.0. Wisdom of Crowds, User Generated Content, Theater als Plattform, freie Wahl zwischen Anonymität, Pseudonymität und Selbstentblößung, permanente Kommentierbarkeit und natürlich verschiedene Formen der Interaktivität sollen dabei nicht nur einen Teil der Inszenierung ausmachen – sei es zeitlich, räumlich oder konzeptuell – sondern in allen Bereichen verwirklicht werden.

Produktion von Theater / Theaterfestivals

Im Jahr 2010 habe ich mich erstmals an die Festivalleitung eines internationalen Theaterfestivals gewagt. ANTIKEKSTASE, das viertägige Antikenfestival fand an der BROTFABRIK Berlin statt und brachte die dionysische Entrückung, den Zauber der Antike, die Welt der griechischen Tragödie einem breiten Publikum nahe. Künstler aus Deutschland, Italien und Österreich zeigten mit Theater, Film, Vorträgen und Comedy, wie aktuell Themen aus alter Zeit noch immer sind. Mit unterhaltsamen Inszenierungen und Performances wurde die griechische Antike von ihrem „hohen Ross“ geholt und Spaß und Interesse an der Thematik geweckt. Mit einem politisch brisanten Filmprogramm wurde der Bogen zur heutigen Zeit geschlagen.

Unsere Eigenproduktion „Der Rausch des Dionysos“ wurde nach ANTIKEKSTASE zum FRiKK-Festival eingeladen. Das Gastspiel „Der gute König Ödipus“ konnte dank ANTIKEKSTASE nach Wien und Braunschweig vermittelt werden. Auch auf den Film „Come un uomo sulla terra“ kamen durch das Festival neue Anfragen zu.

Um das Festival in Zukunft neu auflegen zu können würde ein Förderer benötigt, der sich zu einer regelmäßigen substantiellen Förderung des Festivals bereit erklärt. Eine Reihe interessierter Künstler für das Festivalprogramm stünde bereits in den Startlöchern. Angebote nehme ich gerne per E-Mail entgegen.

Weitere Projekte

2008 habe ich an der Opernbühne Württembergisches Allgäu beim Liebestrank von Donizetti mitgewirkt.

Ich schreibe oft kurze Einakter, mein Stück „La femme-être“ wurde 2012 im Rahmen von „Read on my dear“ in der YUMA-Bar vorgestellt.

2013 war ich als Autor beim 24h-Theater Berlin involviert. Innerhalb weniger Stunden schrieb ich das Stück „Heimatfront“, das noch am gleichen Abend von Michael Schlecht inszeniert wurde. Im Oktober habe ich als Regisseur beim 24h-Theater Berlin mitgewirkt und habe „Wo wir bestimmt sind“ von Georg Lichtenegger inszeniert.

2014 hatte der von mir 2007 gegründete Autorenzirkel „Litera.Pur“ seinen ersten öffentlichen Auftritt in der Brotfabrik Berlin.

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